Die Besuchermedaille der Olympischen Spiele 1936 in Berlin

Nach dem Ersten Weltkrieg war die deutsche Wirtschaft in Trümmern und ihr Nationalstolz gedemütigt. Aber 18 Jahre später würde sie die Gelegenheit haben, der Welt ein "neues Deutschland" zu zeigen und Hitlers NSDAP als höchste politische Einheit zu präsentieren. Besucher der Spiele der XI. Olympiade kauften häufig Souvenirs der Spiele, darunter die offizielle Besuchermedaille der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Wenig wussten diese Besucher, dass diese Medaille später eine Seltenheit werden würde.

Die offizielle Besuchermedaille aus Bronze hat einen Durchmesser von 36,8 mm, ein Gewicht von 22,5 Gramm und wurde in Bayer geprägt. Die Vorderseite der Medaille zeigt ein Bild der olympischen Glocke, die vom deutschen Organisationskomitee als Symbol für die Spiele in Auftrag gegeben wurde. Auf dem Gesicht der Glocke ist die Position des deutschen Adlers über den traditionellen olympischen Ringen eingraviert. Am Rand der Glocke und zwischen zwei Hakenkreuzen befindet sich die Inschrift "Ich nenne die Jugend der Welt". Direkt unter dem Stürmer der Glocke ist ein weiteres Hakenkreuz zu sehen. Der Satz "Olympische Spiele Berlin 1936" steht in der Legende der Medaille und verbindet das Stück damit mit der XI. Olympiade.

Die Rückseite der Medaille zeigt das Bild der hellenischen Göttin Nike, die wie Apollo mit den Olympischen Spielen in Verbindung gebracht wurde. Nike schaut über ihre rechte Schulter, hält einen Lorbeerkranz in der linken Hand und streckt mit der rechten Hand einen Lorbeerzweig aus. Im antiken Griechenland trugen siegreiche Athleten eine Lorbeerkrone und erhielten einen Lorbeerzweig als Trophäe. In der Römerzeit wurde der Lorbeerkranz verwendet, um Militärkommandanten zu krönen, die im Kampf siegreich waren. In der Medaillenlegende und um die Göttin Nike steht das Zitat "Zur Ehre des Vaterlandes – Zur Ehre des Sports".

Die offizielle Besuchermedaille der XI. Olympiade ist ein sehr begehrtes Stück von Münzsammlern, Tokensammlern, Sammlern von Milizen des Zweiten Weltkriegs und Sammlern von Sportmemorabilien. Während die genaue Anzahl der geprägten Medaillen oder die Anzahl der heute existierenden Medaillen nicht bekannt ist, wird die Seltenheit dieser Medaille in extrem gutem Zustand bis neuwertigem Zustand als von "schwer zu finden" bis "erschreckend" angesehen. Die Besuchermedaille wird am häufigsten mit mittlerer bis schwerer Patina getrübt und manchmal gefleckt gefunden. Stark gefleckte Medaillen oder Medaillen mit aufdringlichen Flecken sollten vom diskriminierenden Sammler vermieden werden. Außerdem sollten Shinny-Medaillen mit Skepsis betrachtet werden. Eine professionelle und ordnungsgemäß gereinigte Besuchermedaille wird normalerweise nicht als weniger wertvoll angesehen, aber aufgrund ihrer Seltenheit könnte eine Shinny-Medaille eine Fälschung signalisieren.

Immobilienmakler Heidelberg

Makler Heidelberg